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Was sind die Ursachen für einen Reizdarm?

Der Reizdarm, oder auch das Reizdarmsyndrom genannt, ist eine sehr komplexe Erkrankung mit ganz unterschiedlichen Beschwerden, die teilweise gleichzeitig oder aber im Wechsel auftreten können.60% der Reizdarm-Patienten sind Frauen. Klassische Beschwerden eines Reizdarmyndroms sind:• krampfartige Bauchschmerzen • Druckgefühl vor allem im Unterbauch• Völlegefühl• Blähungen und ein Blähbauch• Durchfall und/oder Verstopfungen• Gefühl der unvollständigen Darmentleerung• Imperativer Stuhlgang (Sruckgefühl oder Schmerzen im bauch, einhergehend mit starkem Stuhldrang)Diese unterschiedlichen Symptome können getrennt voneinander, aber auch in Kombination oder im Wechsel auftreten. Es gibt keine einheitliche Symptomatik und die einzelnen Beschwerden können sich von Patient zu Patient stark unterscheiden. Bei der Diagnose können Ärzte jedoch keine organische Ursache für die Symptome feststellen.Die Ursachen sind nach wie vor nicht ganz aufgeklärt. Man geht davon aus, dass nicht nur eine Ursache die Symptome auslöst sondern eine ganze Reihe unterschiedlicher Faktoren (multifaktorielle Erkrankung). Zu den Ursachen zählen:• Vorangegangene Magen-Darm-Erkrankungen (postinfektiöses Reizdarmsyndrom)• Veränderte Zusammensetzung der Darmflora (Dysbiose)• Unterschwellige Entzündungen der Darmwand• Störungen der Darmbarriere (Leaky Gut)• Störung der Darmbewegung (Motilität)• Störung im Darmnervensystem (Viszerale Hypersensivität)• Falsche Ernährung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten• Umweltfaktoren (z.B. Umweltgifte)• Hormonelle Veränderungen (v.a. bei Frauen)• Psychische Belastung (Stress, Trauma)Die erste Anlaufstelle zur Abklärung der Symptome ist der Hausarzt. Dieser kennt Sie in der Regel am Besten und kann daher Ihre Beschwerden gut einordnen. Im Laufe des Diagnoseprozesse sind aber auch Fachärzte erforderlich, vor allem der Gastroenterologe. 
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Wo kommt eigentlich Medizinalcannabis her und was sind die Unterschiede zu dem Cannabis, das man sonst kennt?

Cannabis, das in Deutschland zu medizinischen Zwecken eingesetzt wird, wird überwiegend aus den Niederlanden und aus Kanada importiert. Inzwischen gibt es aber auch Produktionsstandorte in Deutschland. Die Produktion wird staatlich von der vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) bestellten Cannabisagentur kontrolliert, um jederzeit Qualität, Wirksamkeit und Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten. Für den Import von Medizinalhanf ist die Bundesopiumstelle verantwortlich. Die Verwendung von Hanf zu Rausch- und Genusszwecken ist in Deutschland nach wie vor verboten und unterliegt daher keinen Qualitätskontrollen. Den Konsumenten liegen dementsprechend keinerlei Informationen zum THC- und CBD-Gehalt sowie weiteren Inhaltsstoffen vor. Ein grundsätzliches Problem der Schwarzmarktware sind die Verunreinigungen in Form von Pestiziden, anderen Schadstoffen und Blei, das häufig zur Gewichsterhöhung genutzt wird. In den letzten Jahren taucht zunehmend der Zusatz von synthetischen Cannabinoid-Derivaten, den sogenannten “Legal Highs” auf. Diese chemischen Substanzen imitieren die Wirkung von THC, können jedoch schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Es sind bereits Fälle von Vergiftungen und auch Todesfälle bekannt. Die neue Ampel-Koalition plant den Umgang mit Cannabis als Genussmittel grundlegend zu erneuern. Der Vorteil liegt in einer kontrollierten und wissenschaftlich begleiteten Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken durch lizensierte Verkaufsstellen. Ein weiterer Vorteil liegt auch in der Kontrolle der Qualität, die die Weitergabe verunreinigter Substanzen verhindert und den Jugendschutz gewährleistet.Nutzhanf darf nur von anerkannten landwirtschaftlichen Unternehmen unter Einhaltung strenger Auflagen angebaut werden. Es darf beispielsweise ausschließlich EU-zertifiziertes Saatgut verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Pflanzen einen THC-Gehalt von unter 0,2 % aufweisen. Mit dem Inkrafttreten der neuen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) am 01. Januar 2023, wird der THC-Höchstgehalt für Nutzhanf auf dem Feld auf 0,3 Prozent angehoben. In Deutschland wird der Anbau von Medizinalhanf von der Cannabisagentur des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) überwacht. Dazu zählen auch die Ernte, Verarbeitung, Qualitätsprüfung, Lagerung, Verpackung und die Abgabe an Apotheken, Großhändler und Hersteller. Bei der Herstellung von Medizinalhanf gelten die Vorgaben der GACP (Good Agricultural and Collection Practice). Das Endprodukt muss der Arzneibuchmonographie “Cannabisblüten DAB” entsprechen.
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Was ist Reisedurchfall? Ist das etwas anderes als Durchfall, der auch bei uns auftreten kann?

Reisedurchfall (auch Reisediarrhoe genannt) kommt häufig durch die Umstellung in der Ernährung zustande, auf die sich unser Magen-Darm erst einstellen muss. In der Regel werden wir mit anderen Lebensmitteln, Gewürzen und anderen Zubereitungen konfrontiert. Diese Umstellung dauert meist nur einige Tage und eine Behandlung ist nicht zwingend erforderlich, kann einem aber durchaus  den Urlaub erleichtern.Gerade bei Reisen in wärmere oder gar tropische Länder können aber auch niedrigere Hygienestandards, hohe Temperaturen und unzureichende Kühlung eine Rolle spielen. Diese Faktoren machen es Bakterien leicht, sich in Lebensmitteln oder auch Wasser zu vermehren. Daher ist ein sinnvoller Hinweis, bei folgenden Lebensmitteln vorsichtig zu sein und lieber zu verzichten:• Leitungswasser und Eiswürfel• Speiseeis • Obst, rohes Gemüse, Salat• Fleisch und Fisch, wenn es roh oder schlecht durchgebraten verzehrt wirdBeim Durchfall verliert unser Körper viel Flüssigkeit und Salze. Sollte der Durchfall mehrere Tage anhalten droht daher ein Flüssigkeitsmangel, der den Allgemeinzustand beeinträchtigen kann. Es ist daher trotz des Durchfalls auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Besonders abgestimmte Salzlösungen sind hierfür ideal. Lassen sich hierzu gerne von uns beraten und vereinbaren Sie einen kostenfreien Gesprächstermin.Bei folgenden Symptomen ist ein Arztbesuch anzuraten:• Blut oder Schleim im Stuhl• hohes Fieber, starke Schmerzen, häufiges Erbrechen und/oder Kreislaufprobleme• starker Durchfall, der länger als 48 Stunden anhält. Vor allen Dingen bei Kindern und älteren Menschen ist Vorsicht geboten.• Anzeichen eines hohen Flüssigkeitsverlust
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Was ist Malaria und wie bzw. wo kann ich mich anstecken?

Bei der Malaria handelt es sich um eine Infektion mit einem Parasiten (Plasmodien), der durch eine Mückenart, die sogenannte Anophelesmücke, auf den Menschen übertragen wird. Eine Ansteckung erfolgt durch den Stich diese Anophelesmücke, die die Parasiten (Plasmodien) in sich trägt. Diese Mückenart kommt häufig in tropischen Ländern vor und daher sollten sich Reisende vor allen Dingen bei Fernreisen im Vorfeld informieren, ob dies bei ihrem Reiseland der Fall ist. In den Reiseländern ist das Malariarisiko aber auch davon abhängig, in welchen Regionen des Landes man sich aufhält und zu welcher Jahreszeit man unterwegs ist. Nehmen Sie gerne direkt Kontakt zu unseren Experten auf, um sich individuell beraten zu lassen.Je nach Ausprägung des Malariarisikos in ihrem Reiseland ist eine Malariaprophylaxe anzuraten. Dies ist eine prophylaktische Arzneimitteleinnahme vor, während und eine gewisse Zeit nach dem Urlaub, um die Infektionsgefahr zu reduzieren. Es kann aber durchaus auch eine Standby-Medikation empfehlenswert sein, bei der Sie Arzneimittel vorsorglich auf der Reise mit sich führen, und im Falle von Symptomen nach einem bestimmten Einnahmeschema verwenden sollten. Wenn man sich in einem Malaria-Risikogebiet aufgehalten hat, sollte man sich schon bei geringen Krankheitssymptomen ärztlich vorstellen. Krankheitssymptome sind vor allen Dingen Fieber, das auch sehr hoch auftreten kann. Im Blut kann der Arzt oder das Krankenhaus eine Malaria-Infektion feststellen.
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Was sind die Ursachen, Häufigkeit von Heuschnupfen?

Heuschnupfen ist eine Allergie gegen Pollen, dem Blütenstaub von Gräsern, Pflanzen und Bäumen. Am häufigsten tritt Heuschnupfen daher während der Blühperiode der Pflanzen auf, also im Frühjahr und im Sommer. Bereits wenige Pollen können bei einem Allergiker eine starke Reaktion auslösen. Bei Heuschnupfen hält das Immunsystem Pollen für einen Krankheitserreger, der beseitigt werden muss. Dies passiert mit Antikörpern, die von unseren Abwehrzellen produziert werden. Diese wiederum sorgen dafür, dass eine Entzündungsreaktion abläuft und dies führt dann zu den typischen Beschwerden bei Heuschnupfen, wie• Schnupfen• juckende/tränende Augen• Niesattacken • Juckreiz im Hals, den OhrenOhren• Hautreaktionen• Schlafstörungen• KonzentrationsschwierigkeitenLeider neigen Allergien dazu, sich unbehandelt im Laufe der Zeit zu verschlimmern oder sich weiter auszubreiten, z.B. von der Nase auf die Bronchien (allergisches Asthma). Sollte man unter den typischen Symptomen leiden, ist der Kontakt zu einem Arzt sinnvoll, um die Ursache abzuklären und ggf. eine Therapie einzuleiten.Der erste Ansprechpartner ist der Hausarzt. Hier wird in der Regel die Krankengeschichte aufgenommen und eine körperliche Untersuchung durchgeführt. Ggf. ist die Weiterleitung zu einem Allergologen angezeigt. Dort kann ein Allergietest über die Haut (Pricktest) durchgeführt oder im Blut die Antikörper untersucht werden.
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Was ist Herpes genitalis und wie erkenne ich die Geschlechtskrankheit?

Genitalherpes gehört zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Er wird ausgelöst durch Herpesviren (Herpes-simplex-Typ 2, seltener Typ 1) und meist über Schmierinfektionen bei Vaginal-, Oral- oder Analsex übertragen.Sowohl bei Männern als auch bei Frauen bilden sich im Genitalbereich schmerzende, juckende mit Flüssigkeit gefüllte kleine Bläschen. Im Verlauf verkrusten die Bläschen. Außerdem kann man wie bei einer Grippe an Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber und Müdigkeit leiden. Auch die Lymphknoten in der Leiste können angeschwollen sein. Allerdings kann eine Herpesinfektion auch völlig ohne Symptome verlaufen, jedoch kann man trotzdem ansteckend sein.Bei Menschen mit einem eingeschränkten Immunsystem kann es zu einer Gehirnhautentzündung sowie zu einer Entzündung der Augen kommen. Gefährlich kann eine Übertragen von Herpes-Simplex-Viren Typ 2 auf das ungeborene oder neugeborene Kind sein, da dies zu Schäden an verschiedenen Organen führen kann. Eine Entbindung durch einen Kaiserschnitt kann eine Infektion verhindern.Das Risiko, sich zu infizieren ist besonders hoch, wenn der Partner/die Partnerin aktuell eine Genitalherpes-Infektion hat und beim Geschlechtsverkehr kein Kondom benutzt wird.Kondome senken die Gefahr, sich mit Herpesviren anzustecken. Vor allem sollte man offen mit seinen Sexualpartnern/-innen über die Infektion sprechen, so dass diese sich gg. mitbehandeln können um einen Rückfall zu vermeiden.
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Wie werde ich schwanger? Was sind die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch?

Um schwanger zu werden, sollte zunächst die Antibabypille abgesetzt werden bzw. der Partner nicht mehr verhüten. Dann ist es wichtig zum richtigen Zeitpunkt Geschlechtsverkehr zu haben, denn eine Frau kann nur in einem bestimmten Zeitraum schwanger werden. Der beste Zeitpunkt ist ein paar Tage vor dem Eisprung bis zu dem Tag des Eisprungs. Der Tage des Eisprungs liegt bei einem 28-Tage-Zyklus meist am 14. Periodentag. Weiterhin ist es für die Fruchtbarkeit förderlich, sich gesund zu ernähren, sich regelmäßig zu bewegen sowie Nikotin, Alkohol und Drogen zu vermeiden.

Wichtig bei einem Kinderwunsch: Die Einnahme von Folsäure ist für alle Frauen, die schwanger werden wollen, zu empfehlen, da ein Mangel an Folsäure zu Fehlbildungen und Wachstumsstörungen führen kann.Unterstützung, um schwanger zu werden: In der Apotheke gibt es Produkte zur Bestimmung des Eisprungs und der fruchtbaren Tage (Fertilitätsmonitor, Ovulationstest) und Nahrungsergänzungsmittel, deren Einnahme für einen erfüllten Kinderwunsch sinnvoll sein können (z.B. Folsäure, Vitamine, Zink, Eisen etc.). Lassen Sie sich beraten.Sollte eine Schwangerschaft auch nach längerer Zeit ausbleiben ist es ratsam, dass die Frau sich gynäkologisch vorstellt und der Mann sich urologisch untersuchen lässt, um mögliche Ursachen festzustellen.Etwa 5-10% der Paare in Deutschland bleiben ungewollt kinderlos. Bei einem unerfüllten Kinderwunsch ist die Ursache zu 30% bei der Frau, zu 30% bei dem Mann und zu 20% bei beiden zu finden. Bei 20% finden die Ärzte keine Ursache. Die WHO spricht von "Sterilität" eines Paares, wenn die Frau nach einem Jahr ungeschützten und regelmäßigem Geschlechtsverkehr noch nicht schwanger ist. Bei jungen Paaren kann auch länger als ein Jahr abgewartet werden. Ältere Paare über 35 Jahren sollten sich jedoch zügig ärztlich vorstellen, da mit zunehmenden Alter die Fruchtbarkeit abnimmt.Die Ursachen eines unerfüllten Kinderwunsches können sowohl bei der Frau als auch bei dem Mann liegen. Manchmal bleibt die Ursache aber auch unbekannt.Ursachen bei der Frau können sein: Hormonstörungen, Verwachsungen und Fehlbildungen an den Eierstöcken, Endometriose, Chlamydieninfektion, Tumore, Chemotherapie.Beim Mann sind bekannte Ursachen: Verschluss des Samenleiters, eingeschränkte Funktion der Spermien, Infektionen, Krampfadern am Hoden, Hodentumor, Erektionsstörungen, Hodentrauma. Bei beiden können Stress, Alkohol, Nikotin, Medikamente, Übergewicht und Untergewicht eine Rolle spielen.  
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Wie entstehen Beckenschmerzen und was hilft?

Schmerzen im Becken können entweder durch die Knochen im Becken, die Haltebänder, Nerven und Muskeln oder durch die Organe, die im Becken liegen, verursacht werden (Geschlechtsorgane, Harnblase, Dickdarm).Schmerzen, die vom knöchernen Beckengürtel herrühren, entstehen meist durch Prellungen, Brücke, Fehlhaltungen, Osteoporose (Abnahme der Knochendichte) oder Beckenschiefstand. Auch eine Blockade des Iliosakralgelenks oder eine Reizung der Bänder können Beckenschmerzen verursachen.Neben der körperlichen Untersuchung stehen dem Arzt oder der Ärztin bildgebende Verfahren (z.B. ein MRT) zur Verfügung, um die Ursache der Schmerzen aufzufinden.Die Behandlung der Schmerzen erfolgt dann abhängig von der Ursache z.B. mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Schmerzmittel oder in seltenen Fällen operativen Eingriffen. Auch Akupunktur, Yoga, Schwimmen oder spezielle Übungen sowie Wärmeapplikation können je nach Ursache helfen. Neben ausreichender Bewegung sind außerdem auch entspannende Maßnahmen oft symptomlindernd.Während einer Schwangerschaft kann es auch zu Beckenschmerzen kommen, da die Bänder des Beckens gedehnt werden. Diese hormonell bedingte Lockerung der Bänder tritt mit zunehmender Schwangerschaftsdauer auf, ist normal und sogar notwendig für die Geburt. Physiotherapeutische Maßnahmen (z.B. Massagen) können in Absprache mit dem Gynäkologen / der Gynäkologin die Schmerzen lindern. Bei starken Schmerzen kann die Einnahme von Schmerzmitteln notwendig sein. Auch die Verschreibung eines Beckengürtels ist möglich. Generell sollten Sie sich schonen und nicht schwer tragen.
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