Was sind überhaupt Nebenwirkungen?

Plötzliches Herzklopfen, Hautausschlag oder Übelkeit nach der Tabletteneinnahme? Viele Menschen erleben Nebenwirkungen – und sind unsicher, wie sie richtig reagieren sollen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Symptome richtig einordnen, was Sie tun können – und wann Sie besser ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen sollten.

Was sind überhaupt Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen, auch unerwünschte Arzneimittelwirkungen genannt, sind Reaktionen auf ein Medikament, die zusätzlich zur gewünschten Wirkung auftreten. Sie können harmlos, aber auch ernsthaft oder gefährlich sein.

Typische Nebenwirkungen sind zum Beispiel:

  • Magenbeschwerden
  • Übelkeit
  • Durchfall
  • Kopfschmerzen
  • Hautaauschlag
  • Juckreiz
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Appetitveränderungen

Hinweis: Auch rezeptfreie Medikamente und pflanzliche Präparate können Nebenwirkungen verursachen. Unterschätzen Sie das nicht.

Welche Nebenwirkungen sind harmlos und welche gefährlich?

Nicht jede Nebenwirkung ist ein Grund zur Sorge. Viele klingen nach kurzer Zeit ab und sind im Beipackzettel aufgeführt. Dennoch gibt es Warnzeichen, bei denen Sie unbedingt handeln sollten:

Leichte, meist harmlose Nebenwirkungen:

  • Müdigkeit
  • leichte Übelkeit nach der Einnahme
  • leichter Durchfall
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen

Warnzeichen für ernste Reaktionen (sofort ärztlich abklären):

  • Atemnot
  • Schwellungen im Gesicht, Rachen oder an den Händen
  • Herzrasen
  • Ohnmacht
  • Blut im Stuhl oder Urin
  • starke Hautreaktionen
  • Plötzliches Fieber
  • Muskelkrämpfe

Wenn Sie solche Symptome beobachten: Suchen Sie sofort ärztliche Hilfe oder rufen Sie den Notruf (112).

Tipp

Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie unsere Apotheker:innen rund um die Uhr im Live-Chat.

Erste Schritte bei Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen vermuten, gehen Sie systematisch vor:

  1. Lesen Sie den Beipackzettel: Finden Sie die Nebenwirkungen dort beschrieben?
  2. Zeitlicher Zusammenhang prüfen: Wann wurde das Arzneimittel eingenommen und wann sind die Beschwerden aufgetreten?
  3. Setzen Sie das Medi kament nicht eigenmächtig ab: Das kann gefährlich sein – besonders bei Herz-Kreislauf- oder Psychopharmaka.
  4. Fragen Sie Fachpersonal um Rat:
    • leichte Beschwerden: kontaktieren Sie unsere Apotheker:innen
    • stärkere Beschwerden: kontaktieren Sie den Arzt oder Notruf

Wann hilft der Online-Chat mit Apotheker:innen?

Wenn Sie sich fragen:

  • „Ist das noch normal?“
  • „Darf ich das Medikament weiternehmen?“
  • „Was kann ich gegen die Beschwerden tun?“
  • „Sollte ich ein anderes Medikament nehmen?“

Der Chat mit einer Apothekerin oder einem Apotheker ist sinnvoll, wenn:

  • Ihre Symptome außerhalb der Öffnungszeiten auftreten.
  • Unsicherheiten auftreten, ob Sie das Medikament weiter einnehmen dürfen.
  • Sie ein alternatives Präparat suchen.
  • Sie Wechselwirkungen mit anderen Präparaten vermuten.

FRAG DIE APOTHEKE ist rund um die Uhr für Sie da – auch am Wochenende oder spät abends.

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Wie kann ich Nebenwirkungen offiziell melden?

Ihre Rückmeldung ist wichtig, denn sie hilft, Medikamente sicherer zu machen.

So melden Sie Nebenwirkungen:

  • Bei Ihrer Ärztin oder Ihrer Apotheke
  • Direkt beim Hersteller (Adresse im Beipackzettel)
  • Über die offizielle Meldestelle des BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte): hier geht es zum Meldebogen.

FAQ – Häufige Fragen zu Nebenwirkungen

Wann treten Nebenwirkungen auf und wie lange dauern sie an?

Das ist unterschiedlich. Manche Nebenwirkungen treten nur kurzfristig auf, andere erst nach mehreren Tagen oder Wochen. Halten die Beschwerden länger an oder verschlimmern sich, sollten Sie Rücksprache mit unseren Apotheker:innen halten oder Ihren Arzt kontaktieren.

Was ist der Unterschied zwischen Nebenwirkung und Allergie?

Eine Nebenwirkung ist eine unerwünschte, aber bekannte Wirkung eines Medikaments, die zusätzlich zur beabsichtigten Hauptwirkung auftritt.

Allergien sind eine übersteigerte Immunreaktion des Körpers auf einen eigentlich harmlosen Bestandteil eines Medikaments.
Ursache: Das Immunsystem erkennt den Wirkstoff oder einen Hilfsstoff fälschlich als gefährlich und reagiert mit einer allergischen Abwehrreaktion.

Wir helfen Ihnen gerne weiter, Ihre Symptome genau einzuordnen.

Darf ich Medikamente gegen die Nebenwirkung einnehmen?

Das hängt von der Situation ab. In vielen Fällen lässt sich eine Nebenwirkung symptomatisch behandeln. Aber bitte lassen Sie sich diesbezüglich zur Sicherheit beraten.

Fazit: Nicht zögern, lieber fragen!

Nebenwirkungen sind häufig – und in den meisten Fällen gut behandelbar. Entscheidend ist, sie richtig einzuordnen und nicht voreilig zu handeln. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie eine Apothekerin oder einen Apotheker im Online-Chat.

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